Informationen

Gesammelte Informationen für Einsteiger und Fortgeschrittene. Einige Tipps aus Vorgaben, Erfahrungen und Wissenschaft sind hier zusammengetragen.


Was braucht der Spieler

Schienbeinschoner sind Pflicht! Kinder dürfen ohne Schienbeinschoner nicht am Training oder Spielbetrieb teilnehmen!
Es hat sich bewährt, extra Wechselsachen mit einzupacken. Gerade Socken sind nach dem Training, Spiel oder Turnier nass und zusätzliche Unterwäsche schadet nie.
Es kann grundsätzlich in den Umkleiden geduscht werden. Es zeigt sich, dass das erst meistens ab ca. 10 Jahre relevant wird und ab der Pupertät sollte es pflicht sein – sie werden es ihrer Nase danken.
zum Training
  • Schienbeinschoner
  • Fußballschuhe
  • Trinken, ausreichend Wasser in einer Flasche
  • Sportkleidung, Stutzen, kurze Hose, Shirt
  • Socken und Unterwäsche zum wechseln
  • kleines Handtuch
  • ggf. Torwarthandschuhe
  • ggf. Regenjacke
  • ggf. Sonnencreme oder besser vorher schon eingecremt
  • ggf. Kopfschutz, Kappe, Mütze etc.
  • …und das ganze in eine Sporttasche / -rucksack
zum Spiel
  • Schienbeinschoner
  • Fußballschuhe
  • Trinken, ausreichend Wasser ohne Kohlensäure
  • Socken und Unterwäsche zum wechseln
  • kleines Handtuch
  • ggf. Torwarthandschuhe
  • ggf. Regenjacke
  • ggf. Sonnencreme oder besser vorher schon eingecremt
  • ggf. Kopfschutz, Kappe, Mütze etc.
  • …und das ganze in eine Sporttasche / -rucksack
zum Turnier
  • Schienbeinschoner
  • Fußballschuhe
  • Trinken, ausreichend Wasser ohne Kohlensäure
  • zusätzliches Trinken, Süßgetränk ohne Kohlensäure
  • kleiner Snack, Laugenstange, Karotten, Äpfel etc.
  • ein wenig Geld, ca. 2-5 Euro
  • Socken und Unterwäsche zum wechseln
  • kleines Handtuch
  • ggf. Torwarthandschuhe
  • ggf. Regenjacke
  • ggf. Sonnencreme oder besser vorher schon eingecremt
  • ggf. Kopfschutz, Kappe, Mütze etc.
  • …und das ganze in eine Sporttasche / -rucksack

Schuhe und Schienbeinschoner

Bei dem vielfältigen Angebot fällt die Entscheidung meistens schwer, aber Schuhe und Schoner sollten sie immer neu kaufen und nicht gebraucht. Entscheiden sie nach der Passform, daher ist das anprobieren immer wichtig. Bei der Anprobe ist es ideal die Socken und Stegstutzen oder Sockenstutzen und Schienbeinschoner dabei zu haben, dann finden sie die Schuhe mit dem besten Halt!
Grundsätzlich kaufen Sie bitte Schuhe und Schienbeinschoner nicht zu groß. Das Kind wächst da noch rein ist der falsche Ansatz. Die Schuhe sind meistens kaputt bevor sie richtig passen. In der Regel halten die Schuhe 1/2 Jahr bis maximal 1 Jahr, danach sind die Stollen abgelaufen oder der Schuh an den Spitzen kaputt. Die Schienbeinschoner halten etwas länger, bis das Kind rausgewachsen ist. Auch schleicht sich bei den Schuhen und Schonern relativ schnell ein unschöner Geruch ein. Daher ist es zu empfehlen die Schuhe und Schienbeinschoner nach der Benutzung gut zu lüften. Ideal ist wenn sich die Innensohle der Schuhe herausnehmen lässt.
 
Schienbeinschoner
Für die jüngeren Jahrgänge kann man Schienbeinschoner mit Knöchelschutz empfehlen, die verrutschen wenig und bieten noch zusätzlich Schutz für die Knöchel. Achten sie darauf, dass die Schoner nicht zu kurz oder zu lang sind und sie sich gut dem Schienbein anpassen.
 
Schuhe
Es gibt verschiedene Sohlenarten, die abgestimmt sind auf die jeweiligen Platzverhältnisse. In der Regel brauchen die Kinder Schuhe für den Rasen und Kunstrasen, sowie für die Halle in der Winterzeit. Für die Halle können aber auch die Hallenturnschuhe für die Schule verwendet werden und brauchen nicht zusätzlich gekauft werden:

  • AG – Artificial Ground / Kunstrasen: Die länglichen Nocken sind für das Spielen auf Kunstrasen vorgesehen.
  • FG – Firm Ground / Naturrasen: Um ein Verkleben von Rasen und Sohle zu vermeiden, sind die Nocken dieser Modelle mit etwas breiterem Abstand gesetzt.
  • HG – Gard Ground / Asche oder Kunstrasen: Die kurzen und harten Nocken eignen sich aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit am besten für das Spielen auf Hart- und Ascheplätzen.
  • IN – Indoor / Hallenboden: Die profilierte Sohle von Hallenfußballschuhen sorgt für guten Halt auf dem glatten Hallenboden.
  • SG – Softground / Naturrasen: Sie sind die klassischen Stollenschuhe. Die angeschraubten Stollen, können bei Bedarf ausgewechselt und so an die veränderten Gegebenheiten des Untergrunds angepasst werden.
  • TF – Turf / Asche oder Kunstrasen: Diese Modelle verfügen über viele kleine Nocken und sind für harte Böden vorgesehen.

Nun haben sie die Qual der Wahl! Nein es ist nicht nötig mehrere Arten zu kaufen. Kaufen sie in dem unteren Jugendbereich keine Stollenschuhe (SG) die sind hier noch nicht notwendig und auch verboten. Nocken sehen ähnlich aus wie Stollen sind aber aus Kunststoff und können nicht gewechselt werden.
Ein guter Kompromiss für den Einstieg und das Spielen auf Rasen und Kunstrasen sind Fußballschuhe mit der FG Sohle.

FG-Sohle, Lederschuh nach ca. 9 Monaten Fußball, zweimal die Woche Training, Meisterschaftsspiele und Turniere. Der Schuh passte noch, wurde aber dennoch ausgetauscht da er verschlissen ist – Nocken abgelaufen und Spitzen aufgerissen. Ein gutes Beispiel dafür, dass die Schuhe passend gekauft werden sollten, maximal eine halbe Schuhgröße größer.


Torwart Handschuhe

Kaufen Sie bitte nur Torwart Handschuhe mit Knickschutz oder Fingersave!
Es gibt eine Vielzahl von Torwart Handschuhen. Die meisten nicht für Kinderhände geeignet, da sie keinen Schutz für das Umknicken der Finger bieten. Alle Kinder versuchen einen Ball mit ausgestreckten Fingern zu halten, dabei haben die Finger noch nicht genügend Kraft und Spannung den Ball abzulenken oder aufzuhalten. Die Folge ist, dass die Finger meistens nach hinten klappen. Zum Schutz der Finger gibt es Handschuhe mit Knickschutz, die das Greifen oder die Faustbildung ermöglichen aber zusätzlich den Fingergelenken halt für das umklappen nach hinten geben. Dazu kommt, dass die Finger auch gegen das drauf treten geschützt sind.
 

Der Ball

Der DFB empfiehlt für Kinder besondere Ballgrößen und Gewichte, die abgestimmt sind auf das Alter der Spieler (sieh Tabelle). Es ist ratsam sich auch im privaten Gebrauch daran zu orientieren. Die meisten Bälle sind einfach für die jüngeren viel zu schwer und belasten die Knochen und Bänder unnötig.
Seit der Saison 2017/2018 sind auch vom Landesverband Hessen die Ballgrößen vorgeschrieben.

Altersklasse Größe Gewicht [g]
G (U7) 3 290
F (U9) 3/4 290
E (U11) 4 290/350
D (U13) 5 350
C,B,A (Ü13) 5 420-450

Der richtige Luftdruck ist entscheidend
Oft werden die Bälle zu hart aufgepump. Das schadet dem Material, die Nähte werden zu sehr belastet und können aufplatzen und dazu kommt, dass die Belastung für den Fuß höher sind und die Schußtechnik darunter leidet.

Also:

  1. Nadel anfeuchten zum Schutz des Ventils
  2. Ball aufpumpen bis zu eine Luftdruck von ca. 0,7 bar
  3. Kontrolle durch ein Manometer mit Ablassventil

Die beiden Schüler, Philipp Tockhorn und Andreas Mildner, haben im Jahr 2003 im Fachgebiet Technik den Wettbewerb „Jugend forscht“ gewonnen, weil sie den idealen Luftdruck für einen Fußball errechneten.
Mit einer selbstgebauten Ballschussmaschine, an deren Ende Fußballschuhe installiert waren, wurden die Fußbälle, die mit unterschiedlichem Druck aufgepumpt waren, abgeschossen und die Flugweite gemessen.

Ihr Ergebnis kommentierten beiden Jungs so: „Die meisten Leute denken, dass ein hart aufgepumpter Ball weiter fliegt, aber das stimmt nicht. Dadurch, dass der Ball bei 0,7 bar verformbarer und leichter einzudrücken ist, kann sich die Kraft des Fußballschuhs besser auf den Ball auswirken“, erklärt Andreas Mildner.
Die getesteten Bälle flogen bei 0,7 bar am weitesten. Der ermittelte Wert liegt damit in der Nähe der unteren Grenze des festgelegten Wertebereichs für Bundesliga Bälle. Der DFB schreibt übrigens einen Luftdruck zwischen 0,6 und 1,1 bar vor.


Fußball und Wetter

Das Wetter ist nicht planbar, daher kann meistens erst vor Ort entschieden werden, ob gespielt wird oder das Training, das Turnier oder das Spiel ausfallen muss. Die Trainer werden das Training der jeweiligen Wettersituation entsprechend anpassen. Ansonsten sind Schiedsrichter und Platzwarte weitere Entscheider, ob eine Spiel ggf. ausfällt oder abgebrochen werden muss.

Regen:
Ist der Platz bespielbar, macht es grundsätzlich den Kindern enorm viel Spaß,  beim Regen zu spielen oder zu trainieren. Allein vom Wasser und von der Bewegung werden Kinder nicht krank. Es wird dabei darauf geachtet, dass nach dem Training die Kinder sich dann möglichst zügig umziehen.

Gewitter:
Zieht ein Gewitter in der Nähe auf, wird nicht auf dem Platz gespielt oder Trainiert. Die Plätze werden dann zügig verlassen.

Hitze:
Bei großer Hitze und oder starker Sonneneinstrahlung, ist ein generelles Absagen von Sportveranstaltungen nicht nötig. Für weitere Informationen lesen Sie bitte den Flyer „Kinder- und Sportveranstaltungen bei extremer Hitze“ vom Gesundheitsamt Frankfurt am Main.

Kälte:
Ist der Platz nicht gefroren, kann auch über die gesamte Kälteperiode weiterhin draußen trainiert werden. Die Kleidung ist entsprechend anzupassen.
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Altersklassen

Oft wird man gefragt, in welche Altersklasse gehört das Kind? Um die Frag zu beantworten, muss man erstmal wissen über welchem Zeitraum eine Saison läuft. Das ist relativ einfach: Das offizielle Spieljahr beginnt immer am 1.7. des Jahres und endet am 31.6. des darauffolgenden Jahres.
Nun wird es kompliziert. Stichtag für die Einteilung in eine Altersklasse ist der 1. Januar, in dem Jahr in der die Saison beginnt. Wir haben nun zwei Zeitperioden, die nicht übereinander passen. Folge ist, dass in einer Saison grundsätzlich die Spieler einmal Geburtstag haben und somit Mannschaften mit Spielern unterschiedlichen Alters zusammenspielen. Dazu kommt noch, dass in den Altersklassen mindestens zwei Jahrgänge vertreten sind.
Jetzt kommt noch der Begriff „vollendetes Lebensjahr“ dazu. Ab dem Tag der Geburt befindet man sich im ersten Lebensjahr. Vollendet hat man das, wenn man den 1. Geburtstag feiert, an diesem Tag hat man genau ein Jahr gelebt, wenn man mal die Zeit im Mutterleib nicht mit einbezieht.
Also bis zum vollendeten 1. Lebensjahr ist man noch U1 (unter 1 Jahr) mit dem vollendeten 1. Jahr ist man dann U2 (unter 2).
Altersklasse Jahre

aktuell

aktuell

G (U7) 5/6

6

6

F (U8/U9) 7/8

6

6

E (U10/U11) 9/10

6

6

D (U12/U13) 11/12

6

6

C (U14/U15) 13/14

6

6

B (U16/U17) 15/16

6

6

A (U18/U19) 17/18

6

6


Die Fußballregeln

Nichts geht ohne Regeln. Über die Auslegung kann man wunderbar diskutieren, am liebsten bei einem Kaltgetränk nach einem Spiel. Wer sich näher informieren möchte oder einfach nur mal nachschlagen, der kann sich die offiziellen Regeln herunterladen. Darauf aufbauend, gibt es noch die zusätzlichen Regeln der Landesverbände (Hessischen Fußball-Verband - Satzung und Ordnungen).

Da man auch die Physiologie betrachten muss, gibt es vom DFB zusätzliche Empfehlungen für den Kinderfußball bis zu den E-Junioren:

  • Abseits ist aufgehoben!
  • Keine Rückpassregel für die Torhüter!
  • Es gibt nur direkte Freistöße, ein Strafstoß (nur in Sonderfällen bei schweren Regelverstößen in Tornähe) erfolgt aus einer Distanz von 8 Metern!
  • Der Abstoß kann auch als Abwurf erfolgen!
  • Auf das Zeigen einer Gelben oder Roten Karte wird verzichtet, den jungen Spielern wird stattdessen der Regelverstoß kurz erklärt!
  • Es dürfen unbegrenzt viele Spieler/Spielerinnen in einer Spielpause eingewechselt werden. Wiederholtes Ein- und Auswechseln ist erlaubt!
  • Bei den Bambini und F-Junioren hat ein falscher Einwurf keine Konsequenz, das Spiel läuft weiter. Bei den E-Junioren bekommt der Spieler die Möglichkeit, den Einwurf nach einer Erklärung ("Mit beiden Händen über Kopf") durch den Spielleiter zu wiederholen.
  • Es wird mit folgenden Ballgrößen gespielt:
    G-Junioren: Größe 3 (290 g)
    F-Junioren: Größe 3/4 (290 g)
    E-Junioren: Größe 4 (290 g/350 g)
    D-Junioren: Größe 4/5 (350 g)