VfR Weihnachtsgedicht von Tommi

Tommi hat auf der diesjährigen Weihnachtsfeier des Hauptvereins, ein selbst verfasstes Gedicht vorgetragen. Damit es nicht in Vergessenheit gerät und so viel Mühe zu würdigen ist, bekommt er dafür einen eigenen Blogeintrag.

Lest selbst, es lohnt sich…

Wenn einer geht, dann hat er neue Ziele
und sucht sich einen andren Zeitvertreib,
ich hoffe nur, es sind nicht allzu viele,
die gehn, ich weiß nur eins genau: Ich bleib.

Dieser Ort ist mein zuhause,
hier fühl ich mich pudelwohl,
Sorgenschalter steht auf Pause,
ab und an fließt Alkohol.

Gute Zeiten, schlechte Zeiten,
sind sie schlecht, erkennt man klar
die, die Horizonte weiten
gibt es noch, wie wunderbar.

Freunde, Typen, Wegbegleiter,
Artgenossen, Kumpelkreis,
keine Flachprinzipienreiter,
die nur schwarz sehn oder weiß.

Jeden von euch kann ich leiden,
der dem Club zur Seite steht,
der mit Anstand und bescheiden
mit ihm immer weiter geht.

Alle Spieler, alle andern
geben, was man geben kann,
wir, die miteinander wandern
kommen irgendwo mal an.

Ist der Weg derzeit auch steinig,
schmerzvoll wie ein tiefer Stich,
sind wir uns in einem einig:
Ich für sich und du für mich.

Wir verlieren, wir gewinnen,
dieses Jahr war wirklich schwer,
sieht nicht gut aus innen drinnen,
doch wer aufgibt, hofft nicht mehr.

Ohne Fußball ist das Leben
sehr  viel ärmer als es ist,
reden, zuhören, nehmen, geben,
darfst hier so sein, wie du bist.

Trikots waschen, Fahne schwingen,
Wöschte drehen Waffeln fein,
immer wieder Einsatz bringen,
dick und dünn und groß und klein.

Was mich stützt, wovon ich schwärme,
was mich hält und was mich trägt,
ist die ungebrochne Wärme,
die mir hier entgegen schlägt.

Red ich manchmal puren Schwachsinn,
drehe alle Fakten um,
zeigt das trotzdem, dass ich wach bin,
wenn auch im Delirium.

Soviel wunderschöne Frauen,
bin oft weg und auch ganz hin,
sag nicht mehr, ich werd’s mich trauen
wenn ich 75 bin.

Alt trifft Jung, Jung trifft die Alten,
Lebenskreise kreuzen sich,
Faltenlose sehn die Falten
auch bei mir, was kümmert’s mich.

Ich genieße jede Stunde
hier in diesem Sportverein
und ich möchte in dieser Runde
ewig und drei Tage sein.

Heute nenn ich keine Namen,
könnte wer vergessen sein,
Robbi, Sohn aus meinem Dingsbums,
bist mein Fußball-Sonnenschein.

Einer noch: Ich denk, das kanner
wohl verkraften, jetzt und hier,
glaub daran, mein lieber Tanner,
wir stehn alle hinter dir.

Werd ich einst auf Wolken schweben,
sag ich: Allah, Gott, mein Herr,
lass mich das nochmal erleben,
das mit meinem VfR.

Wirt, ich bitte um ein Tröpfchen,
eil dich, weil ich durstig bin,
denn das edelste Tröpfchen
ist im Zapfhahn drin.

Ich wünsch euch von ganzem Herzen
alles Gute dieser Welt,
dass die Wärme aller Kerzen
jeden Tag für euch erhellt.

Hebt die Gläser, lasst uns trinken.
Hier, auf diesen Augenblick
zum Genießen, zum Versinken.
Prost auf unser aller Glück.

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Tommi, ohne Mütze und sein Sohn aus dem Dingsbums Robbi, mit Mütze.